Pressemeldung: Erhebung zu Diskriminierung in Deutschland – Gemeinsamer Bericht an den Deutschen Bundestag zeigt Benachteiligungsrisiken in der Arbeitsvermittlung

Bei der Arbeitsvermittlung in Deutschland bestehen teils gravierende Diskriminierungsrisiken. Das geht aus dem gemeinsamen Bericht an den Deutschen Bundestag hervor, den die Antidiskriminierungsstelle des Bundes am 29.06.2017 in Berlin gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und mit der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen vorgestellt hat. Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht.

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Gemeinsame Presseerklärung: Für Vielfalt am Arbeitsplatz steht die Politik in der Pflicht!

Der diesjährige Diversity-Tag steht unter dem Motto „Flagge zeigen für Vielfalt“. Weltweit lassen sich derzeit politische Versuche ausmachen, Vielfalt und Offenheit immer weiter einzuschränken. Stimmung wird vor allem gegen Geflüchtete und andere Migrant*innen, aber auch gegen all diejenigen gemacht, die sich für eine offene Gesellschaft einsetzen.

„Die schleswig-holsteinischen Politiker*innen, die sich derzeit in Koalitionsverhandlungen befinden, fordern wir dringend auf, sich in der anstehenden 19. Legislaturperiode für Vielfalt in Unternehmen und Institutionen einzusetzen“, sagt Martin Link vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein. Der Flüchtlingsrat unterstützt den deutschen Diversity-Tag der Charta der Vielfalt, die zum Förderprogramm von Integration durch Qualifizierung (IQ) gehört.

Für eine offene Gesellschaft und eine vielfältige Arbeitswelt im Land bietet das IQ Netzwerk Schleswig-Holstein in Trägerschaft des Flüchtlingsrats und des Paritätischen Schleswig-Holstein zahlreiche Angebote. Es setzt sich unter anderem mit den Projekten „diffairenz“ sowie „Mit Recht gegen Diskriminierung! Blickpunkt Migrationshintergrund und Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein“ für interkulturelle Öffnung und Antidiskriminierung im Arbeitsumfeld und in Institutionen ein.

Das Netzwerk „Mehr Land in Sicht! Arbeit für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein“ und das IQ Netzwerk Schleswig-Holstein sind anlässlich des Diversity-Tags Mitveranstalter des Vortrags „Bildung als Privileg? Wie können diversitätsbewusste Bildungsprozesse gestaltet werden?“ von Prof. Dr. Ayça Polat, Fachhochschule Kiel, am 8. Juni 2017, 15 bis 17 Uhr, im Plenarsaal des Rathauses Norderstedt, Rathausallee 50, Norderstedt. Hierzu laden wir herzlich ein (s. Anhang).

Mehr Informationen unter:

Pressekontakt: Dr. Jasmin Azazmah, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V., Tel. 0431 735000, public@frsh.de. Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein auf Twitter: twitter.com/FRSHev

Anhänge:
Presseerklärung als pdf
Einladung zum Diversity Tag

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Was tun bei Hetze und Bedrohung gegen Geflüchtete und Ehrenamtliche?

Die letzteFlyer_Was_tun_20170609_10n beiden Jahre haben einen erschreckenden Anstieg von Gewalt und Bedrohung zum Nachteil von Geflüchteten und ihren ehrenamtlichen Helfer*innen gezeigt. In 2016 gab es allein in Schleswig-Holstein 150 Angriffe auf Asylsuchende und ihre Unterkünfte.

Der advsh lädt Sie herzlich ein, an einer der Veranstaltungen „Was tun bei Hetze und Bedrohung gegen Geflüchtete und Ehrenamtliche?“ teilzunehmen. Die drei Workshops vermitteln Ihnen das nötige Handwerkszeug für den Umgang mit dem alltäglichen Rassismus.

Die gleiche Veranstaltung findet am 9. Juni 2017 in Bad Segeberg und am 10. Juni 2017 in Schleswig statt.

Nähere Informationen und Hinweise zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsflyer.

Presseeinladung.

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Integration, Teilhabe und Zusammenhalt? Grünbuch 2.0 zur schleswig-holsteinischen Landtagswahl 2017

Im Frühjahr 2017 erschien zur schleswig-holsteinischen Landtagswahl das Grünbuch 2.0 „Integration, Teilhabe und Zusammenhalt?“, das sich Gruenbuch_2_titel_web auf breiter Ebene mit den flüchtlings- und migrationspolitischen Positionen von bei der Landtagswahl kandidierenden Parteien auseinander setzte. Das Grünbuch 2.0 wurde am 3. April 2017 an den 1. Vizepräsidenten des Schleswig-Holsteinischen Landtags, Bernd Heinemann, Opens external link in new windowübergeben. Am 4. April fand auf der Grundlage des Grünbuchs 2.0 ein flüchtlings-, migrations- und integrationspolitisches Hearing zur Landtagswahl 2017 statt.

Druckexemplare des „Grünbuch 2.0“ sind beim Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V. zu beziehen: office(at)frsh.de T. 0431 735000,

Pressekontakt: Jasmin Azazmah, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V., T. 0431-55685360, public(at)frsh.de

Download: Grünbuch 2.0 – zur schleswig-holsteinischen Landtagswahl am 07. Mai 2017

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Hier zum Download und kostenfrei bestellbar: Die Dokumentation zur Fachveranstaltung „10 Jahre „Antidiskriminierungs“-gesetzgebung in Deutschland – und wie sieht es wirklich aus?“ am 01.12.2016 in Lübeck

An der Fachveranstaltung „10 Jahre „Antidiskriminierungs“-gesetzgebung in Deutschland – und wie sieht es wirklich aus?“ am 01. Dezember 2016 in Lübeck nahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus öffentlichen Verwaltungen, Beratungsstellen, Wohlfahrtsverbänden, Projekten mit Bezug zu Antidiskriminierung, Politiker und Politikerinnen und interessierte Bürgerinnen und Bürger teil. Der Veranstalter advsh e.V. begrüßte, vertreten durch Carolin Deitmer und Stefan Wickmann, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung. Danach übernahm die Journalistin Djamila Benkhelouf die Moderation der Fachveranstaltung.

Vera Egenberger, Geschäftsführerin des Büros zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. in Berlin und Prof.in i.R. der Rechtswissenschaft Dr. Sibylle Raasch aus Hamburg sowie Halil Can, Politikwissenschaftler und Empowerment-Trainer aus Berlin, waren die hochkarätigen Hauptreferentinnen und -referenten der Fachtagung.

Hauptsächlich ging es, angesichts des zehnten Jahrestages des Inkrafttretens des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), um eine kritische Betrachtung des geltenden deutschen Antidiskriminierungsrechts.

Insgesamt waren sich die Referentinnen und Referenten darin einig, dass es dringend an der Zeit ist, das nunmehr seit 10 Jahren bestehende Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) einer Revision zu unterziehen und zur Erreichung effektiveren Rechtsschutzes in wesentlichen Fragen nachzubessern. Um die Durchsetzung der mit dem AGG gewährleisteten Rechte von von Diskriminierung Betroffenen auch in der rechtlichen Alltagspraxis zu verbessern, wurde zudem die Forderung nach Stärkung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten bekräftigt, was konkret sowohl ein entsprechendes Verbandsklagerecht für Antidiskriminierungsverbände wie auch einen Ausbau und die entsprechende Förderung bestehender Unterstützungsstrukturen umfassen muss.

Hier finden Sie die komplette Dokumentation der Fachtagung „10 Jahre „Antidiskriminierungs“-gesetzgebung in Deutschland – und wie sieht es wirklich aus?“.

Eine Printversion kann kostenfrei beim Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein –advsh – e.V. bestellt werden:

Mail: info@advsh.de              Telefon: 0431-640 878 27

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Bericht zur Fachveranstaltung „10 Jahre „Antidiskriminierungs“-gesetzgebung in Deutschland – und wie sieht es wirklich aus?“ vom 01.12.2016 in Lübeck

Der Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein – advsh – e.V. hatte am 1.Dezember 2016 in die Lübecker media docks geladen, um angesichts des zehnten Jahrestages des Inkrafttretens des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) das deutsche Antidiskriminierungsrecht einer kritischen Bestandsaufnahme zu unterziehen. Hierzu waren mit Vera Egenberger, Geschäftsführerin des Büros zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. in Berlin und Prof.in i.R. der Rechtswissenschaft Dr. Sibylle Raasch aus Hamburg sowie Halil Can, Politikwissenschaftler und Empowerment-Trainer aus Berlin, drei hochkarätige Referent_innen dem Ruf des Veranstalters gefolgt.

In den Vorträgen und der anschließenden Diskussion mit dem Publikum wurde deutlich, dass die Antidiskriminierungsgesetzgebung und -kultur in Deutschland erst am Anfang stehen.

So berichtete Frau Egenberger, dass in anderen Mitgliedsstaaten der EU die europäischen Richtlinien zum Diskriminierungsschutz weitaus umfassender umgesetzt wurden, als dies in Deutschland mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) im Jahre 2006 geschehen ist. So ist beispielsweise in Großbritannien jedes Unternehmen dazu verpflichtet, im regelmäßigen Turnus Zielvorgaben zur Antidiskriminierung umzusetzen. „Es gibt Quoten für die Einstellung von Menschen mit Migrationshintergrund, die problemlos auf Deutschland übertragen werden könnten“, schlägt Frau Egenberger mit Blick auf die guten Erfahrungen in Großbritannien vor.

Frau Prof. Dr. Raasch ging in ihrem Vortrag auf die Schwierigkeiten ein, auf Grundlage der bestehenden Gesetze die bestehenden Rechte für von Diskriminierung betroffene Menschen erfolgreich vor Gericht durchzusetzen. Die Klagefristen im AGG seien viel zu kurz und die vorgesehenen Entschädigungsansprüche so geringfügig, dass deren Geltendmachung kaum die Belastungen und Unwägbarkeiten eines durch die von Diskriminierung Betroffenen individuell durchzufechtenden Gerichtsverfahrens aufwiege.

Das Nichtvorhandensein eines Verbandsklagerechts führt dazu, dass gegen Diskriminierungen nur sehr selten geklagt wird“, bedauerte die Expertin des Beirats der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Ein Verbandsklagerecht würde Antidiskriminierungsverbänden ermöglichen, gegen Diskriminierungen zu klagen. Aktuell müssen die Betroffenen persönlich klagen, „doch wissen sie zumeist von ihrer Möglichkeit der Klage nichts und ihnen mangelt es an Ressourcen, um den langen und teuren Klageweg zu beschreiten“, führte Prof. Raasch weiter aus.

Die Weitergabe von Wissen und das Teilen von „Machtressourcen“, das sogenannten „Power-Sharing“, und das Empowerment, die Selbstermächtigung von Diskriminierung betroffener Menschen, standen im Mittelpunkt der Ausführungen des Politikwissenschaftlers und Empowerment-Trainers Halil Can. Er führte aus, dass unabhängig von der Gesetzgebung und der Umsetzung rechtlicher Vorgaben auf juristischem Wege eine echte Antidiskriminierungskultur gelebt werden müsse, „dies ist Aufgabe der Zivilgesellschaft und geht alle etwas an“, so Can.

Insgesamt waren sich die Referent_innen darin einig, dass es an dringend an der Zeit ist, das nunmehr seit 10 Jahren bestehende Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) einer Revision zu unterziehen und zur Erreichung effektiveren Rechtsschutzes in wesentlichen Fragen nachzubessern. In seinem abschließenden Statement merkte Stefan Wickmann vom Veranstalter advsh an, dass aus Sicht des Antidiskriminierungsverbandes Schleswig-Holstein e.V. insbesondere die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen zur Gewährleistung effektiver Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für von Diskriminierung Betroffene eine zentrale Forderung an den Gesetzgeber darstelle, wozu insbesondere die Einführung eines Verbandsklagerechts einen längst überfälligen wesentlichen Baustein beisteuern würde. Nicht zuletzt im Hinblick auf die anstehenden Bundes- und Landtagswahlen im kommenden Jahr eröffne sich für die Schleswig-Holsteinische Landespolitik die Chance, durch entsprechende Bundesratsinitiativen oder sogar die Schaffung eines eigenen Landesantidiskriminierungsgesetzes bundesweit eine Vorreiterrolle in der Antidiskriminierungsgesetzgebung einzunehmen.

Mehr Informationen:

Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein -advsh- e.V.   Herzog-Friedrich-Str. 49, 24103 Kiel
Tel: 0431/ 640 878 27, E-Mailadressen: iq-projekt@advsh.de; NAKi-SH@advsh.de, Homepage: www.advsh.de

gez. Ronja Wagner, 01.12.2016

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Einladung zur Fachveranstaltung am 01.12.2016: 10 Jahre „Antidiskriminierungs“-gesetzgebung in Deutschland – und wie sieht es wirklich aus?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit laden wir Sie/Euch herzlich ein zur Fachveranstaltung

„10 Jahre „Antidiskriminierungs“-gesetzgebung in advsh_va_1-dezember_16Deutschland – und wie sieht es wirklich aus?“

Donnerstag, den 01. Dezember 2016

14:30 – 18:30 Uhr

media docks, Raum MF 100-1
Willy-Brandt-Allee 31a,
23564 Lübeck

Im Jahr 2006 wurde nach zähem Ringen und gegen teilweise heftigen nicht nur politischen Widerstand das deutsche „Antidiskriminierungsgesetz“, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), verabschiedet. Diese Gesetzgebung war sicherlich ein Meilenstein, denn so wurde erstmals in Deutschland ein einklagbarer Rechtsanspruch auf Schutz vor Ungleichbehandlung festgeschrieben. Wir nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, kritisch nachzufragen, ob unser Land in den vergangenen zehn Jahren tatsächlich spürbar diskriminierungsfreier geworden ist. Welchen effektiven Beitrag kann das AGG überhaupt leisten auf dem Weg zu einer Gesellschaft, in der Diskriminierungsfreiheit als Grundprinzip eines auf den Werten von Gleichbehandlung und gleichberechtigter Teilhabe beruhenden Zusammenlebens anerkannt ist? Und werden diese Werte im Alltag auch tatsächlich gelebt? Welche Hürden stehen einer optimalen Rechtsdurchsetzung und Rechtsentwicklung (weiterhin) im Weg? Welche Rolle spielen die Phänomene Rassismus und Diskriminierung in Deutschland? Weitere Themenschwerpunkte sind die Ansätze „Empowerment“ und „Power-Sharing“. Was sind das für Ansätze und welche Handlungsmöglichkeiten können daraus entwickelt werden? Diesen und vielen weiteren Fragen wird die Fachveranstaltung nachgehen.

Mit Referaten aus unterschiedlichen Perspektiven werden wir die gesellschaftliche Realität beleuchten und das deutsche Antidiskriminierungsrecht einer kritischen
Bestandsaufnahme unterziehen. In einer anschließenden Podiumsdiskussion mit den Referentinnen und Referenten unter Einbeziehung aller Teilnehmenden an
der Veranstaltung wollen wir die Ergebnisse zusammenfassen und den notwendigen Reformbedarf der deutschen Antidiskriminierungsgesetzgebung
aufzeigen!

Für die Fachvorträge haben wir

  • Frau Vera Egenberger („Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) im europäischen Kontext – Herausbildung und Potentiale“),  Geschäftsführerin des Büros zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V., Berlin
  • Frau Prof.in i.R. Dr. Sybille Raasch („Recht haben – Recht bekommen?
    Rechtsdurchsetzungsprobleme im Diskriminierungsschutz“), Juristin, Hamburg
  • Herrn Halil Can („Empowerment und Power-Sharing“), Politikwissenschaftler, Empowerment-Trainer, Berlin

gewinnen können.

Diese Fachveranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Mit Recht gegen Diskriminierung! Blickpunkt Migrationshintergrund und Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein“ statt. Mitveranstalter ist das advsh-Projekt: „Netzwerke für
eine Antidiskriminierungskultur in Schleswig-Holstein: Unterstützung vor Ort!“

Nähere Informationen zur – für Sie selbstverständlich kostenfreien – Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer. Für Rückfragen stehen Ihnen die dort angegebenen Ansprechpersonen gern zur Verfügung.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 28. November 2016 unter Angabe von Namen und Institution per E-mail an: iq-projekt@advsh.de

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Zum Download: Flyer der Veranstaltung

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Grünbuch 1.0 – Wir zeigen Courage! advsh e.V. Teil der AutorInnengruppe

Gruenbuch1.0_TitelAm 31. Oktober überreichten VertreterInnen des Arbeitskreises „Grünbuch 1.0 zur Flüchtlingskonferenz der schleswig-holsteinischen Landesregierung 2016“ ihre in einem Grünbuch zusammengefassten flüchtlingspolitischen Analysen und Handlungsbedarfe an die schleswig-holsteinische Staatssekretärin im Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten, Manuela Söller-Winkler. Auch der Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein e.V. war bei der Entstehung des „Grünbuch 1.0“ beteiligt.

Anlass für die Herausgabe des „Grünbuchs 1.0“ ist die für den 9.11. in Lübeck geplante Flüchtlingskonferenz der Landesregierung. Das Grünbuch vereint die Expertise ausgewiesener SpezialistInnen zu den im Bundesland bestehenden zielgruppenspezifischen Bedarfen. Ausgehend von den Zielen des schleswig-holsteinischen Flüchtlingspakts vom 6.5.2015 werden darüber hinaus aus der Perspektive von Migrationsfachdiensten, Verbänden und Flüchtlingsorganisationen auch Strategien nachhaltiger Antidiskriminierungspolitik im Einwanderungsland Schleswig-Holstein aufgezeigt.

In den letzten 18 Monaten seit der Verabschiedung des Flüchtlingspaktes hat es sehr große Bemühungen der Landesregierung und anderer Beteiligter gegeben, Flüchtlingen angemessene Wohnunterkünfte zu Verfügung zu stellen und sind einige Initiativen in Richtung Integration gestartet. Aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen war dies eine große Anstrengung. Für eine Notsituation war die Organisation insgesamt in Ordnung. Nunmehr ist aber gefordert, dem Motto des Flüchtlingspaktes gemäß Integration vom ersten Tag allen Flüchtlingen zu ermöglichen“, erklärt Torsten Döhring, stellvertretender Zuwanderungsbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein.

Die Arbeitsgruppe „Grünbuch 1.0“ benennt Strategien gegen den sich zunehmend offen und öffentlich äußernden gesellschaftlichen Rassismus als zentrale Aufgabe der Landespolitik. Gleichzeitig sprechen sich die AutorInnen des Grünbuchs vehement dagegen aus, mit symbolpolitischen Verschärfungen der Flüchtlingspolitik die Opfer zu Tätern zu erklären, und fordern asylrechtliche Chancengerechtigkeit und nachhaltige Integration ein.

Das rund 70 Seiten starke „Grünbuch 1.0“ thematisiert die Aufgabenbereiche Aufnahme und Bleiberecht, Erstaufnahme und Asylverfahren, Beratung und Betreuung, Unterbringung und Wohnen, soziale Versorgung, Ehrenamt und Vernetzung, gesundheitliche Versorgung, Schule, Bildung und Sprachunterricht, Ausbildung und Arbeit, besonders Schutzbedürftige wie Frauen und Kinder, Behördenhandel sowie Diskriminierung von Geflüchteten. Es liefert damit notwendige Impulse für alle Bereiche der aktuellen Flüchtlingsdiskussion.

Die Selbstverpflichtung des Flüchtlingspaktes ‚Wir zeigen Courage‘ muss sich in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Infragestellung einer humanitären Flüchtlingsaufnahme einmal mehr beweisen“, mahnt Martin Link vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein. Die AutorInnen des „Grünbuch 1.0“ seien angetreten, ihren Anteil dieses Versprechens einzulösen.

Das Grünbuch liefert eine für die künftige flüchtlingspolitische Weichenstellung der Landesregierung unverzichtbare Expertise zivilgesellschaftlicher Initiativen und Fachdienste, ohne deren Engagement das Ziel einer „integrationsorientierten Flüchtlingsaufnahme und Integrationsförderung vom ersten Tag an“ (Flüchtlingspakt) nicht erreicht werden kann.

Druckexemplare des „Grünbuch 1.0“ sind beim Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V. zu beziehen: office(at)frsh.de T. 0431 735000,

Pressekontakt: Jasmin Azazmah, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V., T. 0431-55685360, public(at)frsh.de

Download: Grünbuch 1.0 – zur Flüchtlingskonferenz der schleswig-holsteinischen Landesregierung 201

 

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„Klare Haltung und kollegiale Kooperation bei der Antidiskriminierungsarbeit“ – Beitrag von advsh-ProjektmitarbeiterInnen in „Festschrift? Festschrift!“- Zum 25-jährigen Bestehen des Flüchtlingsrats Schleswig-Holstein e.V

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Flüchtlingsrats Schleswig-Holstein e.V. hat der Verein im Juli 2016 eine Festschrift herausgegeben.

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In den 25 Beiträgen zu 25 Jahren haben Vorstand und Mitarbeiter_innen des Flüchtlingsrates, Mitglieder, Kooperationspartner aus Beratungs- und Integrationsfachdiensten, Kirche und Gewerkschaften, Migrant_innenorganistaionen und Flüchtlingsinitiativen und nicht zuletzt Geflüchtete aktuelle Themen der Solidaritätsarbeit und des Flüchtlingslebens – z.T. mit besonderem Blick auf den Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein und sein Engagement – refelektiert.

Die ProjektmitarbeiterInnen des vom advsh e.V. getragenen Projektes IQ-Schleswig-Holstein: Mit Recht gegen Diskriminierung!, Hanan Kadri und Stefan Wickmann, haben unter dem Titel „Klare Haltung und kollegiale Kooperation bei der Antidiskriminierungsarbeit“einen Beitrag verfasst (S. 30-31).

Auch Ministerpräsident Torsten Albig, der Integrationsbeauftragte der Landesregierung Norbert Scharbach, der Landesflüchtlingsbeauftragte Stefan Schmidt, Vertreter_innen aller im Landtag vertretenen Parteien sowie die Leiter des Landesamts für Ausländer_innenangelegenheiten und der Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge in Neumünster haben ihren jeweilig ganz eigenen Blick auf den Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein in Grußworte gefasst.

Download: Die Broschüre Initiates file download„Festschrift? Festschrift!“ kann beim Flüchtlingsrat bestellt (office(at)frsh.de) oder hier als Initiates file downloadpdf-Datei heruntergeladen werden.

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Die Gerechtigkeit hat einen neuen Sitz in Kiel: Der Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein e. V. ist umgezogen!

Der Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein – advsh – e.V.  setzt sich seit Januar 2010 aktiv für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft ein. Mitglieder sind u.a. Organisationen, die sich im Bundesland gegen Diskriminierung wegen der ethnischen Zugehörigkeit, sexuellen Identität und/oder des Geschlechts engagieren.  Der Verein bietet  Beratung und Unterstützung für Opfer von Diskriminierung an und führt themenspezifische Projekte durch.

Am alten Standort ist es zu eng geworden. Vorstand und Team sind daher froh, in der Kieler Innenstadt neue Räume gefunden zu haben. Mitglieder, Kooperationspartner_innen und alle, die den Verband und seine Arbeit kennenlernen möchten, sind eingeladen, die neue Geschäftsstelle zu besuchen:

Am Nachmittag der Offenen Tür beim advsh am 13. Juli 2016, von 16:00 bis 19:00 Uhr in der Herzog-Friedrich Str. 49 in 24103 Kiel.

„Wir möchten Gelegenheit geben, die Arbeit des Verbandes und unser Team kennenzulernen“, wirbt Hanan Kadri, die Leiterin der advsh-Geschäftsstelle. Der Besuch lohnt sich, das Angebot des Vereins ist vielfältig:

„Wir zeigen Möglichkeiten auf, wie Betroffene sich gegen Benachteiligungen im Arbeitsleben oder im Alltag wehren können“, erklärt Stefan Wickmann, Jurist und Bildungsreferent. Auch macht der advsh, insbesondere mit Blick auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), Schulungsangebote für  Arbeitsmarktakteur_innen  zum rechtlichen Diskriminierungsschutz. Dies passiert z.B. im Rahmen des Projektes „IQ Schleswig-Holstein – Mit Recht gegen Diskriminierung!“. Hier führen Hanan Kadri und Stefan Wickmann Informationsveranstaltungen für Arbeitgeber_innen  und Arbeitnehmer_innenvertretungen durch.

Mit der durch Bundesförderung ermöglichten Vergrößerung des Teams ging auch der Ausbau eines bereits bestehenden Angebots des advsh einher: Jana Borchers und Ronja Wagner wenden sich mit Unterstützung der Projektassistenz von Andrea Schuschill seit März direkt an Geflüchtete und ihre Unterstützer_innen.  Präventiv und in akuten Fällen leisten sie Beratung und Hilfen. Mit dem Ansatz des „Empowerments“ werden die Sensibilisierung der sozialen Netzwerke und die Selbstorganisation der Betroffenen gefördert.

Das Projekt „Netzwerke für eine Antidiskriminierungskultur in Schleswig-Holstein (NAKi-SH): Unterstützung vor Ort“ will Beratungs- und Unterstützungsstrukturen in der Fläche des Bundeslandes etablieren.

„Hierzu bieten wir dezentral bereits engagierten und neuen Partner_innen Coachings zum rechtlichen Diskriminierungsschutz nach dem AGG und zur Methodik rechtlicher Antidiskriminierungsberatung an“, erklärt Projektmitarbeiterin Carolin Deitmer.

„Wir freuen uns als Team über die mit dem Umzug verbundenen neuen Möglichkeiten und Chancen für unsere Projekt- und Beratungsarbeit“, sagt Hanan Kadri. Für die neue Bürogemeinschaft mit dem Kieler Ärzteverein e.V. und der Kassenärztlichen Vereinigung hoffen Vorstand und Team nach einem guten Start auf eine langfristige gemeinsame Nutzung der Räumlichkeiten.

„Zugleich möchten wir uns herzlich für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren mit dem PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein und für das bisherige Obdach in seinen Räumen bedanken“ sagt Kadri abschließend.

Mehr Informationen:

Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein -advsh- e.V.

Herzog-Friedrich-Str. 49, 24103 Kiel
Tel: 0431/ 640 878 27

E-Mailadressen: iq-projekt@advsh.de; naki-sh@advsh.de

 

 

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