Koalition gegen Diskriminierung

Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein unterstützt Koalition gegen Diskriminierung

Schleswig-Holstein sollte der Koalition gegen Diskriminierung beitreten, fordern heute (27. April 2012) SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Linke im Landtag. Der Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein (advsh) e. V. unterstützt diese Forderung ausdrücklich.

Die Koalition gegen Diskriminierung wird initiiert von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Sie ist das politische Bekenntnis zu einer Gesellschaft, in der Vielfalt zählt und in der Diskriminierung verhindert wird. Auch in Schleswig-Holstein gibt es Benachteiligungen aus rassistischen Gründen oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität. Das öffentliche Bekenntnis eines Bundeslandes oder einer Kommune kann viel bewirken, wenn es darum geht, Diskriminierung wirksam abzubauen. Wulf Jöhnk, Vorstand des Antidiskriminierungsverbands Schleswig-Holstein:

„Das Kölner Antidiskriminierungsbüro kam bei der Auswertung seiner Beratungen zu einem erschreckenden Ergebnis: Der größte Teil an Diskriminierungen fand in Ämtern und Behörden statt, gefolgt vom Bildungsbereich an zweiter Stelle. Wer als Kommune oder Land gegen Diskriminierung eintritt, verpflichtet sich auf eine Politik nach außen ebenso wie auf Veränderungen in den eigenen Strukturen.“

Gerade als Flächenland braucht Schleswig-Holstein dezentrale Hilfe-Angebote, die vor Ort dazu beitragen, dass ungerechtfertigte Benachteiligungen erkannt werden. Als Zusammenschluss von Vereinen, Institutionen, Verbänden und engagierten Personen setzt sich der Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein für Menschen ein, die diskriminiert werden, informiert über Diskriminierung, arbeitet daran mit, die Gesetze gegen Diskriminierung zu verbessern und ist ein Sprachrohr in Politik und Gesellschaft.

Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein (advsh) e. V.
www.advsh.de